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Die Sage vom Drachen am Dohlenfelsen,
dem Kletterfelsen von Wellheim-Konstein

 
An den Prallhängen der großen Schleife von Wellheim über Aicha nach Konstein hat die Urdonau uralte Korallenriffe aus der Jurazeit freigelegt und dabei auch den einzigen Umlaufberg der Region, den Galgenberg, geschaffen.

In lokaler Aussprache wird der Dohlenfelsen "Dachafelsen" genannt, was einst zu einer Verwechslung mit "Drachenfelsen" und somit zu einer auch bei Emmi Böck verzeichneten Sage eines dort hausenden Drachen führte, welcher mit seinem Gluthauch die Spitzen verbrannt habe, so dass nichts mehr darauf wachsen könne.

Auch im Ingolstädter Dialekt nennt man diese Vögel Dacheln oder Dachen, sie sind früher immer in Scharen um die Türme des Münsters geflogen. Auf den Bildern von Gustav Schröpler ist das gut zu sehen. Aus den 50er-Jahren kann ich mich noch gut an diese Dohlenschwärme erinnern. Von einem Wellheimer habe ich ebenfalls diese Erinnerung gehört, dass am Dohlenfelsen immer viele Dohlen herumgeflogen sind. Heute ist das nicht mehr der Fall, denn es sind zu viele Klettersportler in dem Felsen am Werk, welche wohl die Dohlen vertrieben haben.

Dohlenfelsen und Drache

Den versteinerten Drachen mit Zacken auf dem Rücken und herunterhängendem Kopf - darauf wartend, was die Urdonau so alles vorbeitreibt - könnte man sich vom Sportplatz aus auch gut vorstellen.

Vor dem Dohlenfelsen wird seit 2008 alle zwei Jahre das Urdonautalfest gefeiert.

Fotos: Kurt Scheuerer, Ingolstadt


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